Halli Hallo,
endlich geschafft! Gestern habe ich mein gesamtes „Application Package“ an iST geschickt. Es ist so schön wenn man die Checkliste durch hat und die große Bewerbung endlich auf der langen Reise über Dresden nach Amerika ist! Ich hab das ganze per Einschreiben mit Rückschein bei der Post verschickt. Die Bewerbung umfasst den “Dear Host Family Letter“ (den ich von meiner ehemaligen Englischlehrerin durschauen lassen hab), eine kinderfreundlich gestaltete Fotocollage (die 2 DIN A4 Seiten hochkant umfasst und beschriftet wird), eine Zeugnis-, Reisepass- und Führerscheinkopie, das Gesundheitszertifikat von iST (vom Hausarzt ausgefüllt; Impfpass zum Arzttermin mitbringen!), das polizeiliche Führungszeugnis, die drei Referenzen (eine Charakterreferenz einer Person aus dem öffentlichen Leben und zwei Referenzen von Eltern, deren Kinder ihr aufgepasst habt) sowie das AuPair Agreement (unterschrieben). Zum Brief an die Gastfamilie muss ich sagen, dass ich zuerst gar nicht wusste, was ich schreiben sollte und dann plötzlich ist mir alles aus dem Kopf gesprudelt! Man schreibt automatisch irgendwie erstmal über die eigene Familie, über Freunde und warum man AuPair sein möchte, über die Kinderbetreuungserfahrungen und über die eigene Schulbildung und sich selbst. Wenn man einen Anfang gefunden hat, kommt der Rest auch von selbst. Mir viel das Schreiben leichter als ich vermutet hatte. Leider musste ich zum Schluss viele Sätze kürzen, da man in der Regel nur zwei DIN A4 Seiten hat. Um den Brief freundlicher zu gestalten, habe ich oben und unten auf dem Brief mit PC ein s/w Bild eingefügt, das mehrere gezeichnete Kinderkörper zeigt, die sich die Hände reichen. Für die Fotocollage habe ich drei Tage gebraucht, für den Brief eben so viele. Für das Gesundheitszertifikat hat sich mein Arzt die Zeit genommen. Alles in allem hat es zwei Wochen länger gedauert die Bewerbung komplett wegzuschicken (ursprünglich sollte die bis zum 07.05. weg sein), zumal ich meinen Reisepass erst am letzten Montag im Bürgerbüro abholen konnte. Ich hoffe es wird noch was mit Ausreisen im August.. jetzt bin ich ziemlich gespannt wie es weiter geht, denn ich zitter insgeheim vor dem Anruf einer amerkanischen Familie und vor der Stunde, die man auf Englisch spontan telefonieren soll. In der Schule malt man sich die Antworten, die man gibt, irgendwie immer in einer bestimmten Zeit aus. Am Telefon muss man von jetzt auf gleich reagieren. Das kann lustig werden, aber ich werde darüber auch sicherlich schreiben..
Seit letzten Freitag mache ich übrigens in meinem alten Kindergarten ein Praktikum für die nächsten drei Wochen. Ich hoffe ich kann mich in dieser Zeit nochmal richtig inspirieren lassen mit Bastel- und Spielideen. Da ich den Umgang mit Kindern ohnehin gewöhnt bin, fällt mir der Kindergartenalltag nicht wirklich schwer. Ich kann mich gut einbringen und hab die Regeln und den Ablauf soweit im Überblick, sodass ich langsam auch selbsständig in Situationen eingreifen kann. Hauptsache ich bin in dieser Zeit eine Unterstützung für die beiden Erzieherinnen der Schmetterlingsgruppe, denn eine Gruppe von 20 Kindern kann schon manchmal sehr anstrengend sein. Die Arbeit macht mir aber in jedem Fall sehr viel Spaß und jeder Tag ist eine Erfahrung für sich. Abends weiß ich dann, was es heißt, müde zu sein!
So, ich werde bei diesem schönen Wetter noch ein schönes Eis essen gehen. Wenn ich es schaffe stelle ich beim nächsten Eintrag den Brief und die Collage ins Netz. Bis bald,
eure Vici
Schlagworte: Application, Brief an die Gastfamilie, Collage