Hallo ihr Lieben!
Gestern war mein Interview und davon werd ich jetzt mal etwas berichten…
Ich war ziemlich aufgeregt und muss mal ganz klar sagen: war gar nicht nötig! Das Interview war sehr sehr locker!
Mein Freund Daniel ist mit mir gestern den langen Weg nach Münster in die Familienbildungsstätte gefahren, in der das Interview stattfand. Wir waren ne Stunde zu früh.. und nachdem das Wegproblem dann auch gelöst war, standen wir also auf dem Parkplatz. Ich mit meinem dicken Oxford-Wörterbuch im Schoß hab mir Vokabeln aus dem Schinken rausgesucht, die ich während des Interviews nichtmal gebraucht habe!
Von daher kann ich schonmal an alle zukünftigen Interviewten weitergeben: Macht euch keinen Stress! Vorbereiten braucht man sich gar nicht, da die Atmosphäre wirklich sehr locker ist, was soviel heißt wie dass ihr immer auch auf Deutsch alle Fragen beantworten könnt, ohne dass dies bedeutet, dass ihr nicht ins Programm aufgenommen werdet. Ich jedenfalls bin sehr aufgeregt in das Gebäude gestiefelt und stand dann im 2. Stock irgendeiner Familienbildungsstätte ohne dass ich wusste, wohin es geht. Im selben Flur stand dann noch ein Mädchen, dass meiner Meinung nach so aussah, als würde sie auch gern als AuPair nach Amerika gehen. Also hab ich sie erstmal angequatscht, und siehe da: ich lag mit meiner Vermutung richtig. Zusammen saßen wir dann da und warteten auf die Interviewerin Mirjam, ehemaliges AuPair. Als diese dann eintraf, führte sie uns und ein weiteres Mädel in einen Raum, wo wir uns an einen Tisch saßen und das Interview mehr oder weniger mit einer Tafel Kinderschokolade losging. Gute Idee,auch wenn ich die Einzige war, die sich bediente
Zunächst mussten wir nochmal so einen Zettel mit Namen, Kinderbetreuungserfahrungen usw ausfüllen. Das war bei mir sehr lückenhaft, da ich nichtmal mehr wusste, wann ich was gemacht habe. Mirjam erzählte danach erstmal eine ganze Stunde lang was zum Programmablauf. Das meiste wusste ich bereits. Informativ für mich war, dass sie ein Beispiel für die Fotokollage rum gab und uns kurz erzählte, was so in den „Dear Host- Family“ Brief reingehört und was lieber nicht, was auf uns zukommt bei der Beantragung des J1- Visums, wie das Vorbereitungsseminar in New York abläuft und dass wir uns unter der Jugendherberge in NY nichts luxoriöses vorstellen sollen und die eine Stunde am Abend nutzen sollten, um ne Runde im Central Park spazieren zu gehen, da wir kaum Zeit zur Stadterkundung haben werden, dass wir nicht gleich beim ersten Telefonat mit einer Familie zusagen sollen, usw usf… Da es sich um ein Gruppeninterview zu dritt handelte, gingen wir die Fragen nacheinander durch. Zum Glück musste ich immer als letzte antworten, das nahm mir die Nervösität. Die Fragen waren auf Englisch gestellt und so mussten wir sie auch auf Englisch beantworten. Wenn man mal das eine oder andere Wort nicht wusste, hat man seine Antwort auf Deutsch gegeben und Mirjam hat es dann auf Englisch in den Bogen eingetragen. Zu den Fragen selbst muss ich sagen, dass es im Prinzip dieselben sind wie in der Application, die man am Anfang zu iST geschickt hat. Hinzu kommen halt Fragen wie ‘Leben deine Eltern zusammen?’, ‘Sind deine Eltern verheiratet?’, ‘Hast du Geschwister’, ‘Wie ist das Verhältnis zu deinen Familienmitgliedern?’, und eben auch solche, in denen gefragt wird, ob du in der Sache unterstützt wirst, ob du einen festen Freund hast (die Frage selbst war ‘Do you have a romantic realationship?’- sehr witzig also, wenn sie im Prinzip wissen wollen, ob du dich in einer festen Partnerschaft befindest oder nicht)… Und dann kam er: der komische Psychotest, bei dem ich mich so oft gefragt habe, ob englische Sätze wirklich so geschrieben werden dürfen wie ich sie lesen musste. Man musste die Fragen mit 1- 5 beantworten, 1 stand für never und 5 für very often. Ich hab wirklich oft nachgefragt, was der Sinn oder die Aussage einer Sätze sind, denn obwohl mein Wortschatz mehr als ausreichte, war ich oft verwirrt, was die da von mir wissen wollten! Wirklich crazy! Kaum zu glauben, dass die diesen Test ernst meinen
wir haben über einiges echt nur geschmunzelt. Ich war natürlich die Letzte, die ihren Test abgab, wie sonst auch.. *g* Und das wars dann auch schon. Kein kleiner Englischtest, nichts. Nicht dass ich mit dem ein Problem gehabt hätte, ganz im Gegenteil- ich war lang nicht mehr so fit in englischer Grammatik!! Aber das eben mein ich: der Stress und die Aufregung lohnen sich nicht. Alles easy!
Um acht Uhr sind wir dann auf dem Heimweg gewesen, haben noch einen kleinen Abstecher bei McDonalds gemacht, meine Eltern schnell besucht (weil meine Oma aus Berlin zu Besuch ist) und waren dann um 23 Uhr dann Zuhause.
Jetzt brauch ich nur noch auf die Unterlagen und Informationen zum weiteren Ablauf warten. Und ich sitz immer noch Tag für Tag vor Chemie…
Liebe Grüße,
Vici